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Hier können Sie sich hier über ethisch und ökologisch vorbildliche Produkte und Dienstleistungen informieren. Des Weiteren möchten wie Ihnen auf den Seiten Tipps geben wie Sie Ihr Leben nachhaltiger gestalten können.

Unsere Themenschwerpunkte legen wir auf folgende Bereiche:

- Fairtrade-Produkte
- Bio- und Naturprodukte
- Energie
- Urlaub und Reisen
- Bahn, Auto und Verkehr
- Bauen, Wohnen und Renovieren

Ziel ist es eine "Weißliste" von Produkten zu erstellen, welche man ohne schlechtes Gewissen kaufen kann und welche ohne Ausbeutung und Umweltverschmutzung einhergehen.

Vorteil für den Konsumenten: Alle relevanten Angebote auf einen Blick. Es ist kein Stundenlanges googeln mehr notwendig.

Vorteil für den Anbieter: Die Angebote werden professionell einem großen Publikum zugänglich gemacht, welches evtl. noch keinen Kontakt zu "fairen" Produkten hatte.

Von unserem Gewinn werden wir 10% spenden, um den Aufbau einer Fotovoltaikanlage zu fördern. Die durch die Einspeisung ins Stromnetz erzielten Gewinne werden zu 100% gespendet. Wir werden Sie darüber jederzeit informieren und unser Handeln transparent darstellen.

Und nun viel Spaß beim Informieren!

Ihr fairkaufen.net-Team

 

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by: Camp26.Com
Gen-Technik E-Mail

Gen-Technik gehört zu den Fragen, die immer wieder in den Medien auftauchen und bei denen die Meinungen weit auseinander gehen. Besonders Verbraucher sind alarmiert und beunruhigt, da in der Öffentlichkeit lediglich die angeblichen Vorteile betont, die potentiellen Gefahren jedoch vernachlässigt werden.

Was ist Gen-Technik?

In der Gen-Technik wird DNA-Material manipuliert. Einzelne Sequenzen des Erbgutstranges werden isoliert und verändert oder neu zusammengesetzt. Damit verändern sich die Eigenschaften und das biologische Verhalten des Trägers, zum Beispiel der Pflanze.

In der Medizin konnten mit Hilfe dieser Verfahren bereits interessante Erfolge realisiert werden. So werden zum Beispiel das lebenswichtige Insulin sowie verschiedene Vitamine von genetisch veränderten Bakterienkulturen hergestellt. Auch Medikamente können heute aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt werden. Die Zahl der zugelassenen Arzneimittel mit solchen Inhaltsstoffen steigt stetig. In der Krebsforschung und -bekämpfung nehmen Gentech-Medikamente heute bereits eine wichtige Position ein.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist vor allem die Landwirtschaft. Dabei werden Nutzpflanzen genetisch manipuliert, um zum Beispiel Resistenzen hervorzurufen. In erster Linie betrifft das Resistenzen gegen Pestizide und Unkrautvernichter oder direkt gegen die Schädlinge selbst. Es werden aber auch Eingriffe vorgenommen, um die Größe und Qualität der Produkte zu verbessern, oder um sie künstlich mit Vitaminen anzureichern.
Diese Motivation wird zur Begründung der Gen-Technik oft herangezogen. Es wird argumentiert, dass durch größere und gehaltvollere Produkte die Versorgung der Bevölkerung besonders in ärmeren Regionen der Erde besser gewährleistet wäre. Grundsätzlich ist diesem Gedanken zuzustimmen, ob das jedoch durch Genmanipulation erreicht werden muss, ist fraglich.

Was genau wird dabei gemacht?

Es gibt verschiedene Varianten, Gene zu beeinflussen. Gentransfer ist eine solche Technik. Dabei werden einzelne Gene aus der Zelle eines Lebewesens entnommen und in das Erbgut eines anderen eingepflanzt.

Bei der Zellfusion wird das Erbgut zweier Träger, zum Beispiel zweier Pflanzen, kombiniert. In der Regel wird dabei die Chromosomenzahl in den Zellen erhöht, was eine Steigerung des Ertrags der neuen Pflanze zur Folge hat.
In der Medizin wird häufig die Gentherapie angewandt. Sie versucht Krankheiten, die durch genetische Defekte ausgelöst werden, zu heilen. Die entnommenen Zellen werden quasi "repariert" und wieder eingesetzt. Durch natürliche Zellteilung entstehen neue, gesunde Zellen.

Gene sind sehr komplexe Gebilde, die die Prozesse im Inneren der Zellen steuern. Obwohl sehr viel in diese Richtung geforscht wird, ist heute nur bei einem Bruchteil der Gene bekannt, mit welchen Prozessen sie in Zusammenhang stehen. Das Erkennen weiterer Zusammenhänge ist darum eine Hauptaufgabe der Forschung.

Ist Gen-Technik gefährlich?

Bislang ist noch völlig unklar, was der Verzehr gentechnisch veränderten Materials im menschlichen Körper bewirken kann. Die Produkte sind erst seit kurzem auf dem Markt, es gibt keine Forschungsreihen, die die Auswirkungen über mehrere Jahre oder sogar über Generationen hin geprüft hätten.

Gen-Technik kann jedoch auch für das gesamte Ökosystem gefährlich sein. So wurde bereits nachgewiesen, dass es zu horizontalem Gentransfer kommt, das heißt, das genetisch veränderte Material mischt sich mit artverwandten Wildpflanzen. Die Abkömmlinge sind wiederum genverändert. Weiterhin werden durch Immunität von Nutzpflanzen oder solchen, die selbst Insektizide produzieren auch zahlreiche Nutztiere getötet. Das kann ein regionales Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen.

International wird dennoch vor allem nach ökonomischen Gesichtspunkten argumentiert, zum Beispiel sei der Anbau um vieles einfacher und billiger. Das trifft nur teilweise zu. Es gewinnt letztlich nur der Hersteller. Da das Gentech-Saatgut extrem teuer ist, geraten besonders in armen Ländern die Bauern in finanzielle Abhängigkeit vom Lieferanten und können sich wirtschaftlich keinesfalls besser stellen. Zudem sind Gentech-Pflanzen besonders anfällig bei widrigem Wetter oder gegenüber neuen Schädlingen. Auch erhöhen sich die Kosten für den Anbau Gen-Technik-freier Produkte, da hohen Aufwand für Abschirmung und Kontrolle vorgenommen werden muss.

Wie erkenne ich genmanipulierte Inhaltsstoffe?

Gegenüber dem Verbraucher besteht eine Kennzeichnungspflicht. Seit 2004 gilt diese für die gesamte EU. Im entsprechenden Gesetzestext ist festgelegt, dass immer angegeben werden muss, wenn gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe verwendet wurden, auch dann, wenn die Manipulation im Endprodukt selbst nicht mehr nachweisbar ist. Eine Schwachstelle in der Kennzeichnungspflicht sind Ausnahmen für Fleisch, Eier und Milch. Der Verbraucher kann nicht nachvollziehen, ob die Tiere gentechnisch verändertes Futter erhalten haben. Auch Zusätze, die von genetisch veränderten Bakterienstämmen produziert wurden, sowie Zusatzstoffe, Enzyme und Aromen müssen nicht ausgewiesen werden. Der Verbraucher hat also nur begrenzte Informations- und Entscheidungsmöglichkeiten. Allerdings gibt es in Deutschland das Siegel "Ohne Gentechnik", das explizit den Verzicht auf gentechnisch verändertes Material in der gesamten Produktionskette betont.

Gibt es Alternativen?

Herkömmliche Landwirtschaft kann an Volumen und Qualität die Nachfrage leicht befriedigen. Zur Verbesserung von Ertrag und Widerstandkraft wäre eine traditionelle Pflanzenzucht durch Auswahl und Vermehrung der stärksten Elemente ebenso sinnvoll. Allerdings lässt sich eben damit nicht so viel Geld verdienen, wie mit Genfood.
Der Welthunger kann nicht mit Genfood gestillt werden. Mengenmäßig ist schon heute genug Nahrung vorhanden um alle satt zu machen, nur die Allokation und Verteilung ist mangelhaft. Das würde sich auch mit Genfood nicht ändern. Es muss in den armen Ländern selbst Hilfe geleistet werden und zwar derart, dass die Menschen sich dort wieder selbst versorgen können.